Rentenlücke berechnen: So sichern Sie Ihren Lebensstandard im Ruhestand
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Das Rentenniveau liegt aktuell bei rund 48 %. Wie groß Ihre persönliche Rentenlücke ist und wie Sie sie schließen, zeigen wir in diesem Beitrag.
Die gesetzliche Rente steigt 2026 zum 1. Juli um 4,24 % – eine gute Nachricht, die aber über eine strukturelle Entwicklung hinwegtäuscht: Das Rentenniveau, also das Verhältnis der Standardrente nach 45 Beitragsjahren zum durchschnittlichen Nettoeinkommen, liegt aktuell bei etwa 48 %. Wer seinen gewohnten Lebensstandard im Ruhestand halten will, braucht in aller Regel zusätzliche Bausteine – die sogenannte Rentenlücke.
Was ist eine Rentenlücke – und wie groß ist sie bei mir?
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem Einkommen, das Sie im Ruhestand tatsächlich benötigen, und der Summe aus gesetzlicher Rente sowie eventuell bereits vorhandener betrieblicher oder privater Vorsorge. Eine grobe erste Einschätzung gelingt in drei Schritten:
- Bedarf ermitteln: Als Faustregel werden häufig 80–90 % des letzten Nettoeinkommens angesetzt, da einige Ausgaben im Ruhestand entfallen (z. B. Altersvorsorgebeiträge selbst, oft auch Fahrtkosten).
- Erwartete gesetzliche Rente prüfen: Die jährliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung zeigt die Regelaltersrente bei unverändertem Einkommen – aktueller Rentenwert je Beitragspunkt: 42,52 Euro (Stand Juli 2026).
- Differenz bilden: Der verbleibende monatliche Betrag ist die Lücke, die über betriebliche und private Vorsorge sowie sonstige Vermögenswerte geschlossen werden muss.
Beispiel: Wer aktuell netto 2.800 Euro verdient und im Ruhestand rund 85 % davon (2.380 Euro) benötigt, aber nur mit 1.700 Euro gesetzlicher Rente rechnen kann, hat eine monatliche Lücke von 680 Euro – bei 20–25 Jahren Ruhestand eine erhebliche Summe.
Die drei Ebenen der Altersvorsorge im Überblick
- Gesetzliche Rentenversicherung: Basis-Absicherung, Beitragssatz 2026 unverändert bei 18,6 %; Rentenniveau langfristig unter Druck durch demografischen Wandel.
- Betriebliche Altersvorsorge (bAV): Arbeitgeber wandelt Teil des Bruttogehalts in eine Betriebsrente um, häufig mit Arbeitgeberzuschuss – steuer- und sozialabgabenbegünstigt.
- Private Altersvorsorge: Von Riester über private Rentenversicherungen bis zu Fondssparplänen – hier lässt sich die individuelle Lücke am gezieltesten schließen, abhängig von Risikobereitschaft und Zeithorizont bis zur Rente.
Warum sich ein individueller Fahrplan lohnt
Welche Kombination aus diesen drei Ebenen sinnvoll ist, hängt von Alter, Einkommen, familiärer Situation und vorhandenen Verträgen ab. Als unabhängige Makler in Köln, Bonn und Düsseldorf prüfen wir zunächst, was bereits vorhanden ist – oft schlummern alte Verträge mit ungenutztem Potenzial – bevor wir neue Bausteine empfehlen.
Häufige Fragen zur Rentenlücke
Wie hoch ist das aktuelle Rentenniveau in Deutschland?
Es liegt 2026 bei rund 48 % vor Steuern – das Verhältnis der Standardrente nach 45 Beitragsjahren zum durchschnittlichen Nettoeinkommen.
Ab wann sollte ich mich um meine Rentenlücke kümmern?
Je früher, desto besser: Durch den Zinseszinseffekt wirken kleinere monatliche Beiträge über einen langen Zeitraum deutlich stärker als hohe Beiträge kurz vor der Rente.
Reicht die gesetzliche Rente allein aus?
Für die meisten Menschen nicht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten – das Rentenniveau von rund 48 % liegt deutlich unter dem letzten Nettoeinkommen.
Was kostet mich eine Beratung zur Altersvorsorge bei H&W?
Die Erstberatung ist kostenfrei; wir zeigen Ihnen transparent, welche Bausteine zu Ihrer Situation passen.
